Leistungsspektrum:
Fachplanung, Beratung und Betreuung
- Restauratorische Fachplanung in Anlehnung an die HOAI (LpH 1-9), Anfertigung von Leistungsverzeichnissen und Ausschreibungsunterlagen im GAEB-Format, Kostenermittlung nach DIN 276, Kostenschätzungen, Mitwirkung bei der Vergabe, Überwachung und Abnahme restauratorischer Leistungen
- Erarbeitung von Restaurierungskonzeptionen inkl. Untersuchungen, Anlegen von Muster- und Testflächen
- Bauleitung und Betreuung von Restaurierungsarbeiten
- Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und deren Protokollierung
- Bewertung und Prüfung von Angeboten, Aufmaßen und Abrechnungen
Dokumentation, Kartierung und Bauforschung
- Bestandsaufnahme, Zustandsanalyse und Bewertung von Schadensphänomenen
- Erstellung von Condition Reports für Objekte der bildenden Kunst
- Fotografische Bestandsaufnahme
- Anfertigung von Dokumentationen
- Erstellung von Schadens- und Maßnahmenkartierungen
- Anfertigung von Schadbildkatalogen
- Restauratorische Voruntersuchungen unter Einbindung wissenschaftlicher Labore und Institute
- Restauratorische Farbbefunduntersuchungen
Sachverständigengutachten
- Erstellung von Sachverständigengutachten in Form von Gerichts-, Privat- und Schiedsgutachten sowie Beweissicherungen für Metallbau- und Restaurierungsarbeiten
- Anfertigung von gutachterlichen Stellungnahmen zur Restaurierung von historischem Kulturgut sowie Objekten der bildenden Kunst
- Link zu Sachverständigenseite
Referenzen
Hier sehen Sie eine Auswahl unserer Arbeiten.Eine ausführliche Referenzliste über erstellte Gutachten und Bauplanungen finden Sie als Download hier.
Download Referenzliste
Reiterstandbilder
Reiterstandbilder | Begutachtung, Planung und Restaurierung
Großer Reiter
Bildhauer: Thomas Jastram, 1997, Bronze. Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 2018
Hunne auf dem Pferd
Bildhauer: Erich Hösl 1896, Bronze. Auftraggeber: Nationalgalerie Berlin, 2015.
Der Meldereiter
Bildhauer: Johann Jähnichen 1938, Bronze. Auftraggeber: Bezirksamt Wandsbek, 2018
Der „Große Reiter“ von Thomas Jaastram ist ein Junge und schaut zusammen mit dem Pferd über die weite Landschaft am Grenzübergang Pomellen. Die Skulptur strahlt eine große Ruhe und Freiheit aus. Durch die Restaurierung tritt die Form der Skulptur und künstlerische Intention wieder in den Vordergrund. Darunter ein Bild vom Zustand vor der Restaurierung bevor Skalpelle, Bürsten und Wachs die Oberflächen geglättet und homogenisiert haben.Der „Hunne zu Pferde“ kehrte im Jahr 2015 in den Hof der Alten Nationalgalerie zurück. Mit aller Gewalt stoppt der Krieger das Pferd und blickt auf einen Totenkopf, der auf einem stilisierten Schlachtfeld liegt. Der Bildhauer war ein Freund von Karl May und hatte seiner Vorstellungskraft bei der Darstellung eines wilden Hunnen freien Lauf gelassen. Trotz fehlendem Realitätsbezug ist es eine beeindruckende Figur voller Dynamik.
Das überlebensgroße Denkmal des Meldereiters erinnert an das Husarenregiment in Hamburg Wandsbek. 1938 von der Bildgießerei Noack in Berlin gegossen, ist es eine der frühen Bronzefiguren, deren gegossene Einzelteile im Schweißverfahren gefügt worden sind. Einige dieser Nähte waren gerissen, woraufhin die gesamte Figur fragil wurde. Wir haben die Restaurierung geplant und die Ausschreibung verfasst.
Quadriga
Quadriga auf dem Brandenburger Tor | Inspektion und Dokumentation
Bildhauer: Johann Schadow, 1793
Original untergegangen im II. Weltkrieg
Replik aus dem Jahr 1950
Auftraggeber: Berliner Immobilienagentur, seit 2013
Die Inspektion der Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist jedes Jahr einer der Höhepunkte meines Restauratorenlebens. Wenn am Morgen die Sonne auf das Berliner Wahrzeichen scheint und wir mit der Arbeitsbühne vom Pariser Platz aus nach oben gefahren werden, beeindruckt die außergewöhnliche schöne in Kupfer getriebene Bildhauerarbeit immer wieder aufs Neue. Ob von unten, von oben oder in der direkten Ansicht betrachtet, immer sind die Proportionen stimmig.
Dann geht mir die Diskussion durch den Kopf, wer denn dort als Göttin, die den Streitwagen lenkt, dargestellt ist – die Nike als Siegesgöttin oder die Eirene als Friedensgöttin?
Ich neige in ihr die Friedensgöttin zu sehen, nicht nur weil es mir besser gefiele. Ich denke die Darstel- lung der Skulptur spricht für die Eirene als Friedensgöttin. Sie hat eine in sich ruhende Körperhaltung. Ihr Blick ist auf eines der Pferde gerichtet, anstatt triumphierend über die Stadt zu schauen. Zur Siegesgöttin umgewidmet wurde die Figur 1815, als das von Schinkel entworfene Eiserne Kreuz in den Lorbeerkranz montiert wurde.Original untergegangen im II. Weltkrieg
Replik aus dem Jahr 1950
Auftraggeber: Berliner Immobilienagentur, seit 2013
Die Quadriga wurde entworfen von Johann Gottfried Schadow (1764 – 1850). Mit ihm begann die goldene Ära der Berliner Bildhauerkunst im 19. Jahrhundert. Die Figuren und der Streitwagen sind aus getriebenem Kupferblech gefertigt, im Inneren befinden sich Gerüste aus Edelstahl.
Pieta
Pieta nach Ernst Barlach | Restaurierungskonzept und Ausführung
Pieta vor der Restaurierung
Bildhauer Hans-Peter Jaeger, 1988.
Steinrestaurierung: Boris Frohberg
Auftraggeber: Hansestadt Stralsund, Amt für Kultur, Welterbe und Medien, 2020.
Die Pieta, nach dem Entwurf von Ernst Barlach, steht im Hof des Stralsunder Johannisklosters. Sie ist eine vergrößerte Replik des Originals. Die Arbeit wurde auf Geheiß der Parteileitung der SED im Jahre 1988 vom Stralsunder Bildhauer Hans-Peter Jaeger ausgeführt. Zum 50. Todestags Barlachs sollte diejenige Skulptur in Stralsund aufgestellt werden, die im Jahre 1932 von den völkischen Vereinigungen „Stahlhelm“ und „Kyffhäuserbund“ als Denkmal verhindert worden war. Die Parteileitung verfügte, dass die Skulptur in einer neu eingerichteten Gießerei im Norden der DDR gegossen werden sollte. Dass die Gießerei über viel zu wenig Material verfügte, war im Rahmen der Restaurierung nicht zu übersehen. Die Wandungen liefen bis auf 1 mm aus, als Verstärkung wurden Gussreste im Innern eingebaut. Die Figur war mehrfach gerissen.
Es blieb nicht anderes übrig als die Figur von Innen mit Bronze gefülltem Klebstoff und Armierungen zu festigen und die Risse von Außen zu verspachteln. Nach umfänglicher Reinigung, Rekonstruktion der Patina und Konservierung mit mikrokristallinem Wachs konnte die Skulptur im Beisein des Bildhauers wieder aufgestellt werden. Durch die Restaurierung ist die künstlerische Intention Barlachs wieder sichtbar geworden.
Steinrestaurierung: Boris Frohberg
Auftraggeber: Hansestadt Stralsund, Amt für Kultur, Welterbe und Medien, 2020.
Atlas-Skulptur Hamburg Hauptbahnhof
Die Rückkehr eines Titanen | Rekonstruktion und Restaurierung
Atlasfigur vom Hamburger Hauptbahnhof, 1907.
Bildhauer: unbekannt.
Gestellbau: Schwalbebau GmbH, Pretz.
Auftraggeber: Vonovia SE, 2022-23
Ursprünglich zierten zwei baugleiche Atlasfiguren die Giebel der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs. Im Zuge der Sanierungsarbeiten nach dem II. Weltkrieg wurden die beschädigten Figuren eingelagert und nicht mehr aufgestellt. Angehörige der Bahn machten aus den zwei Figuren eine und stellten sie in ihre Siedlung in Hamburg-Wilhelmsburg. Dort stand sie mehr als 60 Jahre und war von der Öffentlichkeit fast vergessen worden. 2022 beauftragte uns der neue Eigentümer der Siedlung mit der Restaurierung.
Die Figur war stark beschädigt, Gesicht, Zehen, Beine, Rücken und Arme waren über und über zerbeult und entstellt.
Um die Form des Atlas authentisch rekonstruieren zu können, suchten wir in historischen Quellen nach aussagekräftigen Beschreibungen und Aufnahmen. Fehlanzeige. Alle Fotos gaben nur die Umrisse wieder, da sie vom Boden aus aufgenommen wurden, Bauzeichnungen gab es nicht und ein Künstler wurde nicht genannt.
Unser Restaurierungskonzept sah vor, die gewollte Ästhetik und Intention der Arbeit wieder sichtbar zu machen und die Spuren der Geschichte soweit zu erhalten, wie mit dem zuvor gesagten vereinbar. Wir gingen schrittweise vor und reflektierten die Arbeit in regelmäßigen Abständen. Mit zahlreichen selbstgebauten Werkzeugen formten wir die Figur zurück. Nach 5 Monaten Arbeit waren wir soweit und könnten die Oberflächen wieder patinieren. Jetzt fehlte noch das innenliegende Gestell aus hochlegiertem Stahl gefertigt, das von der Firma Schwalbe Bau gefertigt wurde.
Im Mai 2023 wurde der Atlas in der Hamburger Wandelhalle der Öffentlichkeit präsentiert und im September wurde die Skulptur wieder auf das Dach der Wandelhalle gehoben.
Bildhauer: unbekannt.
Gestellbau: Schwalbebau GmbH, Pretz.
Auftraggeber: Vonovia SE, 2022-23
Siehe pdf: Artikel Die Rückkehr eines Titanen
Siehe Ausführliche Dokumentation unter: https://www.vonovia.de/meine-stadt/wohnungen-in-hamburg/atlas
Oslo – Kunst im öffentlichen Raum
Kunst im öffentlichen Raum | Beratung und Konservierung
Jordmusikk von Harald Oredam, 1985, Kupfer, Stahl und Bauschaum.
Dykarr (Taucher) von Ola Enstad, 2013, Edelstahlguss.
Veslefrikk med Fela und Kari Trestakk von Dyre Vaa, 1934 – 1936, Bronze.
Auftraggeber: Kulturetaten der Stadt Oslo/Norwegen, 2015 – 2019.
In der norwegischen Hauptstadt befinden sich ungefähr 1200 Skulpturen im öffentlichen Raum. Für deren Pflege und Wartung ist eine Abteilung von Mitarbeiter*innen der städtischen Kulturbehörde zuständig. Ich wurde nach Oslo eingeladen um die Abteilung in Fragen der Wartung und Pflege von Metallskulpturen zu beraten. Nachhaltig beeindruckend waren für mich die Ernsthaftigkeit und Sorgfalt, mit der die Pflege
der Skulpturen in Oslo betrieben wird.
Die 15 Meter breite und 7 Meter hohe Skulptur Jordmusikk (Erdmusik) besteht aus
geschweißten Kupfer und ist gefüllt mit Bauschaum. Zur Patinierung der Oberflächen wurden der Überlieferung nach große Mengen von Kochsalzlösung in Pferdeurin verwendet. Die Eisenverstärkungen im Innern fingen an zu rosten und der Rost drang nach Außen. Zusammen mit den Chemiker Eberhard Wendler entwickelten wir einen anodischen Korrosionsschutz für das Objekt um die Eisenkorrosion zu stoppen.
Dykarr (Taucher) von Ola Enstad, 2013, Edelstahlguss.
Veslefrikk med Fela und Kari Trestakk von Dyre Vaa, 1934 – 1936, Bronze.
Auftraggeber: Kulturetaten der Stadt Oslo/Norwegen, 2015 – 2019.
Die etwa 2 Meter hohe Skulptur Dykarr (Taucher) steht am Hafenbecken des Oslofjords. Sehr reizvoll ist die Spiegelung von Wasser, Himmel und Stadtlandschaft in der hochpolierten Oberfläche. Doch der Guss aus niedrig legiertem Edelstahl ist nicht seewasserresistent und nicht von bester Qualität, daher zeigten sich Rostflecken auf der Oberfläche.
Vier Bronzeskulpturen mit Motiven aus der norwegischen Märchenwelt zieren die Ankerbrücke im Stadtteil Grünerlokka. Auf der Oberfläche der naturalistisch gearbeiteten Tiere, Pferd, Ochse, Bär und Rentier hatten sich die Hinterlassenschaften aus 80 Jahren Hausbrand und Industrie festgesetzt. In vier Kampagnen wurden die Skulpturen gereinigt und konserviert.
Kunstgutachten
Kunstbegutachtung
Hans Arp: „Vasentorso“, 1963 und „Angriffslustige Frucht“, 1965, Bronze.
Joseph Beuys: „Dumme Kiste“, 1983, Kupfer und Filz.
Martin Kippenberger: „Flaschenschrank“, gemischte Materialien und „Ohne Titel“, 1990, Bronze patiniert.
Tony Cragg: Listener III, Eisenguss und Thomas Schütte: Geist Nr. 6, 2015, Aluminium poliert.
Auftraggeber: Museen, Versicherungen, Kunstgutachter, Galerien und Sammler, seit 2009.
Sollten bei der Ausleihe von Kunstwerken Schäden entstehen, so fertigen wir gutachterliche Stellungnahmen an und erstellen eine Kostenschätzung.Joseph Beuys: „Dumme Kiste“, 1983, Kupfer und Filz.
Martin Kippenberger: „Flaschenschrank“, gemischte Materialien und „Ohne Titel“, 1990, Bronze patiniert.
Tony Cragg: Listener III, Eisenguss und Thomas Schütte: Geist Nr. 6, 2015, Aluminium poliert.
Auftraggeber: Museen, Versicherungen, Kunstgutachter, Galerien und Sammler, seit 2009.
Für Museen, Galerien und Sammler erstellen wir Condition Reports, denn im Falle einer Leihgabe ist es geboten, den Zustand der Arbeiten vor Transport genau festzustellen um zu gewährleisten, dass eventuelle Schäden sofort bemerkt und verortet werden können.
Wir beraten in Fragen der Konservierung und Lagerung. Wir haben Werke folgender zeitgenössischer Künstler begutachtet und teilweise restauriert:
aes+f, Hans Arp, Joseph Beuys, Lynn Chadwick, Tony Cragg, Martin Creed, Jeppe Hein, Antony Gormley, Dan Graham, Leiko Ikemura, Martin Kippenberger, Jo Jastram, Thomas Jastram, Jannis Kounellis, Heinz Mack, Fausto Melotti, Seth Price, Anselm Reyle, Tho- mas Schütte, Kiki Smith, Monika Sosnowska, Franz Stuck, Günther Uecker, GuanXiao.
Architektur | Bauforschung
Bauforschung und Architektur | Untersuchung, Dokumentation und Rekonstruktion
„Farbwege“ im Gebäude des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2016.
In den Jahren 1975/76 gestaltete der Künstler Otto Herbert Hajek das neugebaute Dienstgebäude des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hajeks Arbeiten zeichnet die Verbindung von Kunst, Raum und Architektur aus. Das grundlegende Anliegen hinter seinen Arbeiten war immer das Streben durch seine Kunst den Raum an den Menschen zurück zu geben. Denn Hajek empfand, dass die vorherrschend graue Architektur den öffentlichen Raum so stark
prägte, dass er von der Bevölkerung nicht mehr als zur Verfügung stehender, freier Raum wahrgenommen werden konnte. Hajeks Kunst zielte besonders gegen Plätze, die nur der Versorgung von Gebäuden dienen. Er selbst bezeichnete sich als Stadtikonologe, dessen Ziel es ist eine urbane Gesellschaft zu gestalten.
Eine Besonderheit der Bonner Platzartikulation sind die Fassadenelemente, die eine weitere Ebene bilden und die Fortsetzung des künstlerischen Konzepts in den Gebäuden. Mit diesen Gestaltungselementen gelingt es Hajek Platzartikulation und Architektur als eine Einheit erscheinen zu lassen.
im Jahre 2016 waren die Installationen Hajeks in die Jahre gekommen, überbaut und durch neue, oft nicht passende, Zutaten ergänzt. Das Konzept hinter seiner Arbeit war nur noch schwer zu lesen.
Im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Kooperation mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) untersuchten wir als interdisziplinäres Team aus Architekten, Garten- und Landschaftsarchitekten, Restauratoren, Kunstwissenschaftler und Brunnenbauer den Bestand. Wir rekonstruierten das ursprüngliche Konzept, dokumentierten den Erhaltungszustand und zeigten Wege zur baulichen Ertüchtigung auf.
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, 2016.
Fotos Klaus Wohlmann, Köln.
Kunst am Bau
Kunst am Bau | Planung und Ausschreibung
Stahl-Wand-Relief, Edelstahl geschweißt
Bildhauer: Volkmar Haase, 1971.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Sturmvögel, Aluminium geschmiedet.
Bildhauer: Jürgen Klein, 1963.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Archimedes, Bronzeguss.
Bildhauer: Karl-Heinz Krause, 1962.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), 2020/24.
Kunst am Bau ist integrales Element der Baukultur in Deutschland und Teil der Bauherrenaufgabe des Bundes. Sie kann entscheidend zu Qualität und Aussage von Bauwerken beitragen, denn sie ist wie die Architektur eine öffentliche Kunst. Tritt die Bundesrepublik Deutschland als Bauherrin auf, so veranstaltet sie Wettbewerbe und vergibt bei großen Bauten Aufträge in Höhe von 0,5 -1,5{ea859567fe2437ce2c9c159d3c0d91fc6b3e7d07b32c689ff63fb1aec76e42e6} der Bausumme. Erwartet wird ein eigenständiger künstlerischer Beitrag zur Bauaufgabe, der einen Bezug zur Architektur oder zur Funktion des Bauwerkes herstellt und durch künstlerische Qualität und Aussagekraft beeindruckt.
Das Stahl-Wand-Relief musste ebenso wie die darunter abgebildeten Sturmvögel von seinem angestammten Platz weichen. Jahrelang lagerten die Skulpturen auf dem Gelände der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM). Dann wurden sie restauriert und wieder aufgestellt.
Das Stahl-Wand Relief fungiert heute wieder wie ursprünglich als Raumteiler zur Abgrenzung von Foyer und Terrasse. Für die Sturmvögel wurde ein neuer Teich gefunden, an dem sie der linearen Architektur ihre dynamische Ästhetik entgegensetzen.
Bildhauer: Volkmar Haase, 1971.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Sturmvögel, Aluminium geschmiedet.
Bildhauer: Jürgen Klein, 1963.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Archimedes, Bronzeguss.
Bildhauer: Karl-Heinz Krause, 1962.
Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), 2020/24.
Die Gestaltung des Archimedes folgt der Maxime seines Bildhauers Karl-Heinz Krause die Gesetze der Architektur durch den Menschen und am menschlichen Körper sichtbar zu machen. Welche Gestalt der Antike könnte besser zur Bundesanstalt für Materialprüfung passen? Durch die Restaurierung trat die Form der Skulptur wieder in den Vordergrund.
Moderne Architektur
Architektur der Moderne | Restaurierungskonzept und Bauplanung
Alsterschwimmhalle Hamburg, Pfosten-Riegel- Konstruktionen aus Aluminium, 1972-73.
Auftraggeber: Nüthen Restaurierung in Zusammenarbeit mit gmp-Architekten, 2020.
Rathausplatzpavillions Hamburg, Pfosten-Riegel- Konstruktionen aus Aluminium
Auftraggeber: Sprinkenhof AG Hamburg, 2024.
Thermokonstante Kugellabore, Außenhaut aus Aluminium.
Auftraggeber Krekeler Architekten Generalplaner, 2024.
Aluminium ist ein nicht wegzudenkendes Material der modernen Architektur. Besonders im Fassadenbau in Verbindung mit Glas behauptet es unangefochten seinen Platz. Es ist leicht und lässt sich zu eleganten Profilen verarbeiten. Die Oberflächenbehandlung erfolgt durch einen elektrochemischen Prozess, das Eloxieren. Seit 1952 wird es in Deutschland als Baumaterial eingesetzt und steht mittlerweile vielfach unter Denkmalschutz.
Eine Ikone der modernen Architektur ist die Hamburger Alsterschwimmhalle mit ihrem Betonschalendach aus zwei hyperbolischen Paraboloidschalen. Im Innenausbau wurden verglaste Pfosten-Riegel-Konstruktionen und Paneelverkleidungen aus Aluminium verwendet. Für diese Arbeiten entwickelten wir Restaurierungskonzept und Maßnahmenplan.
Auftraggeber: Nüthen Restaurierung in Zusammenarbeit mit gmp-Architekten, 2020.
Rathausplatzpavillions Hamburg, Pfosten-Riegel- Konstruktionen aus Aluminium
Auftraggeber: Sprinkenhof AG Hamburg, 2024.
Thermokonstante Kugellabore, Außenhaut aus Aluminium.
Auftraggeber Krekeler Architekten Generalplaner, 2024.
Sehr eigenwillig gebaut, aus einer Mischung von vorgefertigen Pfosten-Riegel-Konstruktionen und Selbstbauprofilen, stehen auf dem Hamburger Rathausmarkt seit 1982 vier Pavillions unter einem Schutzdach. Zur Unterstützung der Bauplanung fertigten wir eine gutachterliche Stellungnahme zur Restaurierbarkeit der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an.
Ein außergewöhnliches Bauwerk sind die thermokonstanten Kugellabore in Berlin Adlershof aus dem Jahr 1960. Im Innern der Aluminiumkugeln befanden sich Forschungslabore, in denen eine gleichbleibende Temperatur herrschen sollte. Im Team mit Bauphysikern und Architekten entwickelten wir Restaurierungsmaßnahmen und Erhaltungskonzepte.
Historische Architektur
Historische Architektur | Restaurierungskonzept und Bauplanung
Altes Museum Berlin, 1825-1830.
Rekonstruktion und Planung der Sanierung der Einfriedung.
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), 2016.
Schloss Charlottenburg, 1695 – 1791.
Einfriedung Ehrenhof.
Humboldt Universität, 18. und 19. Jahrhundert.
Sanierung des Gesims.
Auftraggeber Krekeler Architekten Generalplaner, 2020 und 2023.
Schloss Babelsberg, 1834 – 1844. Metallarchitektur.
Auftraggeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten 2012 – 2016
Die Architektur des 18. und 19.Jahrhunderts wurde im Berliner Raum in den letzten Jahrzehnten umfassend restauriert. Als Fachplaner für Objekte aus Metall leisteten wir dazu einen Beitrag.
Das Alte Museum, entworfen von Karl-Friedrich Schinkel, ist eine Ikone der klassizistischen Architektur. Als Teil des Bauensembles Berliner Museumsinsel steht es als Weltkulturerbe der Unesco unter besonderem Schutz. Wir untersuchten den Bestand des gusseisernen Zaunes und entwickelten Restaurierungskonzept und Kostenschätzung
Rekonstruktion und Planung der Sanierung der Einfriedung.
Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), 2016.
Schloss Charlottenburg, 1695 – 1791.
Einfriedung Ehrenhof.
Humboldt Universität, 18. und 19. Jahrhundert.
Sanierung des Gesims.
Auftraggeber Krekeler Architekten Generalplaner, 2020 und 2023.
Schloss Babelsberg, 1834 – 1844. Metallarchitektur.
Auftraggeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten 2012 – 2016
Das Schloss Charlottenburg in Berlin wurde im II. Weltkrieg massiv beschädigt und in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut. Wir untersuchten die Einfriedungen von Ehrenhof und Orangeriegartens um ein Restaurierungskonzept, Bauplanung und Kostenschätzung zu erstellen.
Die Humboldt Universität in Berlin wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Universität zu Berlin im Jahre 1809 gegründet. Seitdem wurde sie mehrfach umgebaut. Der von uns untersuchte Teil des Gesims am Hauptgebäude besteht aus Zinkguss und ist seit den 1830er Jahren Teil des Fassadenschmucks. Vielfach ausgebessert und repariert wird seine umfassende Restaurierung Teil der Baumaßnahmen der kommenden Jahre sein.
Schloss Babelsberg ist heute Bestandteil des Unesco Weltkulturerbes. Es wurde im Tudor-Stil gebaut und war eines der letzten großen preußischen Schlösser, das nach der Wende generalsaniert wurden. Wir planten die Restaurierungsarbeiten für die Metallarchitektur.
Hier sehen Sie weitere ausgewählte Referenzen.
Lombardsbrücke
Lombardsbrücke | Dokumentation und Planung
Baumeister: Johann Hermann Maack 1868/1902
Auftraggeber: Landesbetrieb, Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) Hamburg, 2017 – 2019.
Restaurierungskonzept, Bauplanung und Leistungsverzeichnisse in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ingenieurin Svenja Kohlmann (Hamburg).
Die Lombardsbrücke ist eines der Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg und verbindet die beiden Ufer der Alster miteinander. Die Brücke mit ihren kunstvoll geklinkerten Durchfahrten, den Natursteinfassaden mit Balustraden und dem ansprechend gestalteten Eisenwerk ist eine der Hauptverkehrsverbindungen der Stadt. Die Bausubstanz war in die Jahre gekommen und bei Bauwerksuntersuchungen wurden gravierende Schäden festgestellt. Im Auftrag des LSBG entwarfen wir das Restaurierungskonzept und planten Maßnahmen zur Sanierung des Bauwerks, sowie der angrenzenden Flächen und Grünanlagen. Um eine nachhaltige Restaurierung zu gewährleisten wurden erste Ideen zur Nutzung und Gestaltung des Umfelds entwickelt.
Auftraggeber: Landesbetrieb, Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) Hamburg, 2017 – 2019.
Restaurierungskonzept, Bauplanung und Leistungsverzeichnisse in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ingenieurin Svenja Kohlmann (Hamburg).
Die Lombardsbrücke ist eines der Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg und verbindet die beiden Ufer der Alster miteinander. Die Brücke mit ihren kunstvoll geklinkerten Durchfahrten, den Natursteinfassaden mit Balustraden und dem ansprechend gestalteten Eisenwerk ist eine der Hauptverkehrsverbindungen der Stadt. Die Bausubstanz war in die Jahre gekommen und bei Bauwerksuntersuchungen wurden gravierende Schäden festgestellt. Im Auftrag des LSBG entwarfen wir das Restaurierungskonzept und planten Maßnahmen zur Sanierung des Bauwerks, sowie der angrenzenden Flächen und Grünanlagen. Um eine nachhaltige Restaurierung zu gewährleisten wurden erste Ideen zur Nutzung und Gestaltung des Umfelds entwickelt.
Dächer aus Metall
Dächer und Dachdeckung | Planung, Fachbauleitung
Dom St. Peter, Schleswig, 1200 – 19. Jahrhundert.
Auftraggeber: Dr. Krekeler Generalplaner GmbH, 2015 – 2021.
Uhrenturm Schloss Herzberg 1645 – 1650.
Auftraggeber: Staatliches Baumanagement Südniedersachsen 2018 – 2024.
Die Wellblechdeckung des 42 m hohe Turmhelms des Schleswiger Domes war 2014 nicht mehr regensicher und zwei der vier Hauptauflager des Fachwerkgerüstes aus Eisenverbundträgern waren so stark korrodiert, dass sie ausgetauscht werden mussten. Im Team mit dem Spezialisten für historische Metalldachdeckungen Matthias Sandkamp entwickelten wir ein Restaurierungskonzept unter Einsatz von historischen Werktechniken in Kombination mit modernen Materialien. Den Wellblechplatten wurde durch Schiebehafte der Platz für die unvermeidliche Längenausdehnung gegeben, die senkrechten Stöße mit einfacher Falz wurden von innen mit modernen Materialien gedichtet. Die defekten Auflager wurden in 70 Meter Höhe erneuert.
Die Dachdeckung aus Wellblech in Verbindung mit den gotisierenden Ornamenten macht das unverwechselbare Erscheinungsbild von St. Peter aus und konnte so erhalten werden.
Der viergeschossige, rund 37 Meter hohe Uhrenturm von Schloss Herzberg befindet sich im größten Fachwerkschloss Niedersachsens. Unsere Untersuchungen der defekten Bleiblecheindeckung des Turms belegten, dass die Errichtung des Turms und der Dachdeckung auf den Herzog Christian Ludwig zu Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) zurückgeht. Sein Monogramm, eine fünfzackige Krone über den Buchstaben CL, befand sich auf den im offenen Guss hergestellten Blechen. Für die notwendige Neueindeckung des Turmhelms nach historischem Vorbild erstellten wir ein Konzept unter Verwendung von modernem Walzblei. So konnte die historische Ansicht bei Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wieder hergestellt werden.
Siehe pdf: Download Dachbaumagazin 1-2 2021
Auftraggeber: Dr. Krekeler Generalplaner GmbH, 2015 – 2021.
Uhrenturm Schloss Herzberg 1645 – 1650.
Auftraggeber: Staatliches Baumanagement Südniedersachsen 2018 – 2024.
Die Wellblechdeckung des 42 m hohe Turmhelms des Schleswiger Domes war 2014 nicht mehr regensicher und zwei der vier Hauptauflager des Fachwerkgerüstes aus Eisenverbundträgern waren so stark korrodiert, dass sie ausgetauscht werden mussten. Im Team mit dem Spezialisten für historische Metalldachdeckungen Matthias Sandkamp entwickelten wir ein Restaurierungskonzept unter Einsatz von historischen Werktechniken in Kombination mit modernen Materialien. Den Wellblechplatten wurde durch Schiebehafte der Platz für die unvermeidliche Längenausdehnung gegeben, die senkrechten Stöße mit einfacher Falz wurden von innen mit modernen Materialien gedichtet. Die defekten Auflager wurden in 70 Meter Höhe erneuert.
Die Dachdeckung aus Wellblech in Verbindung mit den gotisierenden Ornamenten macht das unverwechselbare Erscheinungsbild von St. Peter aus und konnte so erhalten werden.
Der viergeschossige, rund 37 Meter hohe Uhrenturm von Schloss Herzberg befindet sich im größten Fachwerkschloss Niedersachsens. Unsere Untersuchungen der defekten Bleiblecheindeckung des Turms belegten, dass die Errichtung des Turms und der Dachdeckung auf den Herzog Christian Ludwig zu Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) zurückgeht. Sein Monogramm, eine fünfzackige Krone über den Buchstaben CL, befand sich auf den im offenen Guss hergestellten Blechen. Für die notwendige Neueindeckung des Turmhelms nach historischem Vorbild erstellten wir ein Konzept unter Verwendung von modernem Walzblei. So konnte die historische Ansicht bei Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wieder hergestellt werden.
Siehe pdf: Download Dachbaumagazin 1-2 2021
Bronzestandbilder | Monitoring
Bronzestandbilder | Monitoring
Denkmal Friedrich II, Berlin, 1839 – 1851.
Bildhauer: Daniel Christian Rauch.
Denkmal Gerhard von Blücher, Berlin, 1819 – 1826.
Bildhauer: Daniel Christian Rauch.
Denkmal Karl Friedrich Schinkel, Berlin, 1869.
Bildhauer: Friedrich Drake.
Auftraggeber: Bezirksamt Mitte von Berlin, 2017 – 2020.
Das Bronze-Monitoring-Programm des Bezirks Berlin Mitte wurde vom Landesdenkmalamt entwickelt und vertritt das Motto kontinuierliche Pflege ist besser und günstiger als aufwendige Restaurierung. Alle vier Jahre werden die Skulpturen gereinigt und mit einer neuen Wachsschicht überzogen. Eventuell vorhandene Schäden werden so schnell entdeckt und beseitigt. Das Monumentaldenkmal zu Ehren des Preußenkönigs Friedrich II. ist alleine durch seine Größe eine besondere Herausforderung. Auf dem Gerüst stehend wird man belohnt durch die unmittelbare Nähe zu dieser herausragenden bildhauerischen Arbeit. Alleine 20 lebensgroß dargestellte Generäle Friedrichs befinden sich am Sockel, sein Pferd ist 4 m hoch, so dass der Kopf des Monarchen über die letzte Gerüstlage blicken muss.
Auch das Blücher Denkmal zählt zu den Meisterwerken der Berliner Bildhauerschule. Es stellt den „Marschall Vorwärts“ voller Spannung wie kurz vorm Sprung dar.
Im militarisierten Preußen kamen bis 1869 nur Herrscher und Militärs zu Ehren, wenn Denkmäler aufgestellt wurden. Die Denkmäler des Baumeisters Friedrich Schinkel, des Agrarökonomen Daniel Thaer und des Ingenieurs Peter Beuth wurden als Denkmäler der „ersten Helden auf öffentlichem Platze ohne Degen“ bezeichnet.
Bildhauer: Daniel Christian Rauch.
Denkmal Gerhard von Blücher, Berlin, 1819 – 1826.
Bildhauer: Daniel Christian Rauch.
Denkmal Karl Friedrich Schinkel, Berlin, 1869.
Bildhauer: Friedrich Drake.
Auftraggeber: Bezirksamt Mitte von Berlin, 2017 – 2020.
Das Bronze-Monitoring-Programm des Bezirks Berlin Mitte wurde vom Landesdenkmalamt entwickelt und vertritt das Motto kontinuierliche Pflege ist besser und günstiger als aufwendige Restaurierung. Alle vier Jahre werden die Skulpturen gereinigt und mit einer neuen Wachsschicht überzogen. Eventuell vorhandene Schäden werden so schnell entdeckt und beseitigt. Das Monumentaldenkmal zu Ehren des Preußenkönigs Friedrich II. ist alleine durch seine Größe eine besondere Herausforderung. Auf dem Gerüst stehend wird man belohnt durch die unmittelbare Nähe zu dieser herausragenden bildhauerischen Arbeit. Alleine 20 lebensgroß dargestellte Generäle Friedrichs befinden sich am Sockel, sein Pferd ist 4 m hoch, so dass der Kopf des Monarchen über die letzte Gerüstlage blicken muss.
Auch das Blücher Denkmal zählt zu den Meisterwerken der Berliner Bildhauerschule. Es stellt den „Marschall Vorwärts“ voller Spannung wie kurz vorm Sprung dar.
Im militarisierten Preußen kamen bis 1869 nur Herrscher und Militärs zu Ehren, wenn Denkmäler aufgestellt wurden. Die Denkmäler des Baumeisters Friedrich Schinkel, des Agrarökonomen Daniel Thaer und des Ingenieurs Peter Beuth wurden als Denkmäler der „ersten Helden auf öffentlichem Platze ohne Degen“ bezeichnet.
Skulpturen aus Zink
Skulpturen aus Zink | Restaurierungskonzept und Ausführung
Skulptur Johann Gottfried Schadow.
Bildhauer: Heinrich Kaehler 1822, Zink.
Auftraggeber: Stiftung historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, 2013.
Der trauernde Achill auf dem Grabmal von Generalmajor von Kirchfeldt von 1858, Zink.
Bildhauer: Christian-Friedrich Tieck, 1826.
Fachbehörde: Denkmalamt der Stadt Brandenburg/ Havel und Brandenburgisches Landesdenkmalamt.
Auftraggeber: Neustädtischer Friedhof Brandenburg, 2015.
Der Begründer der Berliner Bildhauerschule und Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin, bestimmte zu Lebzeiten, dass sein Grab eine Skulptur seines langjährigen Schülers Heinrich Kähler schmücken soll. Das Grabmal auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin wurde im II. Weltkrieg schwer beschädigt, die Skulptur konnte gerettet werden. Bei der Rekonstruktion der Grabanlage in Jahr 1951 wurde nicht mehr die originale Bronze aufgestellt, sondern eine Kopie des Bronzegießesr Hans Füssel. Nach mehr als 60 Jahren waren die Skulptur Schadows und die Schmuckbänder so schwer geschädigt, dass umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen notwendig wurden, um das Bildnis an Ort und Stelle zu erhalten.
Christian-Friedrich Tieck schuf die Skulptur des Trauernden Achill für den Teesalon der Kronprinzessin Elisabeth im Berliner Stadtschloss. Zwei Jahre später erstellte er einen Abguss für Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Im 19. Jahrhundert wurde die Skulptur auch in verkupfertem Zinkguss als Bronzeimitat gefertigt. Belegt sind drei Exemplare – zwei sind verschollen und das einzig erhaltene steht auf dem Neustädtischen Friedhof der Stadt Brandenburg als Grabmal. Der Achill und das dazugehörige Postament wurden in unserem Atelier rekonstruiert und wieder an Ort und Stelle mit einer verkupferten Oberfläche aufgestellt. Der Einsatz einer modernen Oberflächentechnik gewährleistet eine nachhaltige Konservierung bei originalgetreuer Oberflächengestaltung.
Bildhauer: Heinrich Kaehler 1822, Zink.
Auftraggeber: Stiftung historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, 2013.
Der trauernde Achill auf dem Grabmal von Generalmajor von Kirchfeldt von 1858, Zink.
Bildhauer: Christian-Friedrich Tieck, 1826.
Fachbehörde: Denkmalamt der Stadt Brandenburg/ Havel und Brandenburgisches Landesdenkmalamt.
Auftraggeber: Neustädtischer Friedhof Brandenburg, 2015.
Der Begründer der Berliner Bildhauerschule und Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin, bestimmte zu Lebzeiten, dass sein Grab eine Skulptur seines langjährigen Schülers Heinrich Kähler schmücken soll. Das Grabmal auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin wurde im II. Weltkrieg schwer beschädigt, die Skulptur konnte gerettet werden. Bei der Rekonstruktion der Grabanlage in Jahr 1951 wurde nicht mehr die originale Bronze aufgestellt, sondern eine Kopie des Bronzegießesr Hans Füssel. Nach mehr als 60 Jahren waren die Skulptur Schadows und die Schmuckbänder so schwer geschädigt, dass umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen notwendig wurden, um das Bildnis an Ort und Stelle zu erhalten.
Christian-Friedrich Tieck schuf die Skulptur des Trauernden Achill für den Teesalon der Kronprinzessin Elisabeth im Berliner Stadtschloss. Zwei Jahre später erstellte er einen Abguss für Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Im 19. Jahrhundert wurde die Skulptur auch in verkupfertem Zinkguss als Bronzeimitat gefertigt. Belegt sind drei Exemplare – zwei sind verschollen und das einzig erhaltene steht auf dem Neustädtischen Friedhof der Stadt Brandenburg als Grabmal. Der Achill und das dazugehörige Postament wurden in unserem Atelier rekonstruiert und wieder an Ort und Stelle mit einer verkupferten Oberfläche aufgestellt. Der Einsatz einer modernen Oberflächentechnik gewährleistet eine nachhaltige Konservierung bei originalgetreuer Oberflächengestaltung.
Taufständer
Taufständer | Restaurierung und Rekonstruktion
Taufständer Neuhardenberg, 1858, Zink.
Carl Friedrich Schinkel und Theodor Kallide, 1837, Eisenguss.
Auftraggeber: Förderverein Schinkel- Kirche Neuhardenberg e.V., 2014.
Taufständer Friedrichskirche Babelsberg.
Gießerei: Sayner Hütte, 1859, Eisenguss.
Auftraggeber: Evangelische Kirchengemeinde Babelsberg, 2023.
Fein gegliederte gotisierende Maßwerke rahmen einen protestantischen Bilderzyklus mit dem Aufruf zur christlichen Taufe ein. Drei vollplastisch gearbeitete Frauenskulpturen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ stehen für die Grundprinzipien des Evangeliums. Dieser äußerst kunstvoll gearbeitete Taufständer geht auf einen Entwurf von Carl Friedrich Schinkel zurück und wurde 1837 von den Meistern der Königlich Preußischen Eisengießerei hergestellt. Die Farbfassung reflektierte das Licht grün-gold-schimmernd und hebt so die Plastizität des Bildwerkes wirkungsvoll hervor. Dieser Effekt wurde durch die Oberflächentechnik der Bronzierung erzeugt, indem mehrere Schichten von Messingflitter in einem Leinöl-Harz-Gemisch auf grünem Grund lasierend aufgetragen wurden. Die mächtige Taufe aus bronziertem Eisenguss stammt aus der Babelsberger Friedrichskirche. Die Oberfläche des Taufständers wurde im Laufe der Zeit mehrfach neu beschichtet. Die ursprüngliche gold- schimmernde Bronzierung wurde wahrscheinlich in der Zeit der protestantischen Schlichtheit Ende des 19. Jahrhunderts entfernt und durch eine schwarze Farbfassung ersetzt. 90 Jahre später wurden auf diese schwarze Farbfassung goldene Akzente gesetzt. In einer langwierigen und äußerst komplizierten Untersuchung der Farbschichten konnten wir Messingflitter in der Farbschicht nachweisen und schlussendlich gelang es uns noch einen klitzekleinen Rest der goldschimmernden Bronzierung finden. Heute passt sich die Taufe auch farblich in das Altarensemble der Friedrichskirche ein. Auch der äußerst filigran gegossene Deckel ist wieder vervollständigt und restauriert.
Carl Friedrich Schinkel und Theodor Kallide, 1837, Eisenguss.
Auftraggeber: Förderverein Schinkel- Kirche Neuhardenberg e.V., 2014.
Taufständer Friedrichskirche Babelsberg.
Gießerei: Sayner Hütte, 1859, Eisenguss.
Auftraggeber: Evangelische Kirchengemeinde Babelsberg, 2023.
Fein gegliederte gotisierende Maßwerke rahmen einen protestantischen Bilderzyklus mit dem Aufruf zur christlichen Taufe ein. Drei vollplastisch gearbeitete Frauenskulpturen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ stehen für die Grundprinzipien des Evangeliums. Dieser äußerst kunstvoll gearbeitete Taufständer geht auf einen Entwurf von Carl Friedrich Schinkel zurück und wurde 1837 von den Meistern der Königlich Preußischen Eisengießerei hergestellt. Die Farbfassung reflektierte das Licht grün-gold-schimmernd und hebt so die Plastizität des Bildwerkes wirkungsvoll hervor. Dieser Effekt wurde durch die Oberflächentechnik der Bronzierung erzeugt, indem mehrere Schichten von Messingflitter in einem Leinöl-Harz-Gemisch auf grünem Grund lasierend aufgetragen wurden. Die mächtige Taufe aus bronziertem Eisenguss stammt aus der Babelsberger Friedrichskirche. Die Oberfläche des Taufständers wurde im Laufe der Zeit mehrfach neu beschichtet. Die ursprüngliche gold- schimmernde Bronzierung wurde wahrscheinlich in der Zeit der protestantischen Schlichtheit Ende des 19. Jahrhunderts entfernt und durch eine schwarze Farbfassung ersetzt. 90 Jahre später wurden auf diese schwarze Farbfassung goldene Akzente gesetzt. In einer langwierigen und äußerst komplizierten Untersuchung der Farbschichten konnten wir Messingflitter in der Farbschicht nachweisen und schlussendlich gelang es uns noch einen klitzekleinen Rest der goldschimmernden Bronzierung finden. Heute passt sich die Taufe auch farblich in das Altarensemble der Friedrichskirche ein. Auch der äußerst filigran gegossene Deckel ist wieder vervollständigt und restauriert.
Grabmale
Historische Grabmale | Restaurierung und Planung
Grabmal Blumenthal, Rekonstruktion und Restaurierung der Metallzier.
Entwurf: Hugo Licht, 1880.
Auftraggeber: Denk mal an Berlin e.V., 2022.
Grabmal Otto Engel, Restaurierung
Entwurf: Heinrich Koch, 1909.
Auftraggeber: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, 2019.
Mausoleum Harteneck, Fachplanung Metall.
Architekt vermtl. Adolf Wollenberg, 1913.
Auftraggeber: Evangelische Kirche Berlin- Brandenburg, Kirchliches Bauamt 2022/24.
Gruftenweg, Restaurierungskonzept Metall.
Bauzeit: 19. – 20. Jahrhundert.
Auftraggeber: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, 2016.
Friedhöfe sind ein Spiegel der Zeit, sie erzählen Geschichte. Viele der künstlerisch anspruchsvollen Grabmale stehen unter Denkmalschutz. Ihre Restaurierung bewahrt Geschichte und anspruchsvolle Baukunst. So erinnert das Grabmal Blumenthal auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weissensee an den fast vergessenen Komponisten Oskar Blumenthal.
Sehr anrührend ist die Darstellung der Mutter mit blindem Kind auf einem Sarkophag sitzend, auf dem Grabmal des Industriellen Otto Engel in Berlin-Schöneweide.
Als Denkmal von Nationaler Bedeutung eingestuft ist das Mausoleum Harteneck auf dem Südwest-Friedhof Stahnsdorf. Für den reichen Kunstsammler wurde ein ägyptischer Antentempel mit aufwendig gestalteten Lichtdecken nachempfunden.
Der Gruftenweg des Siegener Lindenbergfriedhofs war jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben. Wir haben den Bestand aufgenommen und Restaurierungskonzepte entwickelt. Auf Initiative der Denkmalpflege wurde der Verfall gestoppt. Mittlerweile sind zahlreiche Grabstätten restauriert und der Friedhof zieht neugierige Besucher*innen an.
Entwurf: Hugo Licht, 1880.
Auftraggeber: Denk mal an Berlin e.V., 2022.
Grabmal Otto Engel, Restaurierung
Entwurf: Heinrich Koch, 1909.
Auftraggeber: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, 2019.
Mausoleum Harteneck, Fachplanung Metall.
Architekt vermtl. Adolf Wollenberg, 1913.
Auftraggeber: Evangelische Kirche Berlin- Brandenburg, Kirchliches Bauamt 2022/24.
Gruftenweg, Restaurierungskonzept Metall.
Bauzeit: 19. – 20. Jahrhundert.
Auftraggeber: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, 2016.
Friedhöfe sind ein Spiegel der Zeit, sie erzählen Geschichte. Viele der künstlerisch anspruchsvollen Grabmale stehen unter Denkmalschutz. Ihre Restaurierung bewahrt Geschichte und anspruchsvolle Baukunst. So erinnert das Grabmal Blumenthal auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weissensee an den fast vergessenen Komponisten Oskar Blumenthal.
Sehr anrührend ist die Darstellung der Mutter mit blindem Kind auf einem Sarkophag sitzend, auf dem Grabmal des Industriellen Otto Engel in Berlin-Schöneweide.
Als Denkmal von Nationaler Bedeutung eingestuft ist das Mausoleum Harteneck auf dem Südwest-Friedhof Stahnsdorf. Für den reichen Kunstsammler wurde ein ägyptischer Antentempel mit aufwendig gestalteten Lichtdecken nachempfunden.
Der Gruftenweg des Siegener Lindenbergfriedhofs war jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben. Wir haben den Bestand aufgenommen und Restaurierungskonzepte entwickelt. Auf Initiative der Denkmalpflege wurde der Verfall gestoppt. Mittlerweile sind zahlreiche Grabstätten restauriert und der Friedhof zieht neugierige Besucher*innen an.
Buddha
Jade Buddha for Universal Peace | Planung
in Zusammenarbeit mit Steinrestaurator Dr. Wanja Wedekind
Auftraggeber: Great Stupa of Universal Compassion, Australien, 2011
Seit dem Jahre 2009 ist der ́Jade-Buddha for Universal Peace ́ auf Weltreise und fast 5 Millionen Menschen sollen ihn schon gesehen haben. Dieses vier Tonnen wiegende und 2 Meter 70 große Bildwerk besticht durch seine ausgewogene Ästhetik und dem warmen Schein der grünen Polar-Jade. Gefertigt wurde der Buddha aus einem ursprünglich 18 Tonnen schweren Jade-Stein, der im Jahr 2000 südlich des Yukon Rivers in Kanada geborgen wurde. Der ́Great Stupa of Universal Compassion ́ aus Australien hatte beschlossen daraus nach dem Vorbild des in der buddhistischen Welt allseits anerkannten Buddha von Bodh Gaya aus Indien eine Skulptur zu schaffen und sie Buddhisten und Nicht-Buddihsten in aller Welt mit der Botschaft des Weltfriedens zu zeigen. Als der Transport-LKW des Buddhas auf der Autobahn von Berlin nach Leipzig Anfang Juli 2011 verunglückte, drohte die Weltreise des ́Jade Buddha for Universal Peace ́ ein jähes Ende zu nehmen. Die ungesicherte Skulptur stürzte mit dem Container auf die Seite und beim Aufrichten wieder zurück. Schwere Beschädigungen waren die Folge. In aller Eile riefen die Gothaer Versicherung und das Kunstsachverständigenbüro Art Scout, des leider viel zu früh verstorbenen Dr. Bernd Noack, ein Team aus Restauratoren und Naturwissenschaftlern zusammen. Nach drei zur Verfügung stehenden Wochen konnte der Buddha wieder auf die Reise gehen: Heidrun Stuck und Wanja Wedekind untersuchten die Skulptur mit der Ultraschallmethode nach Köhler auf verborgene Risse, absplitterte Elemente konnten mit Spezialklebstoffen wieder an Ort und Stelle eingesetzt werden, fehlende Teile wurden von Ole Meinecke rekonstruiert bevor Ute Seiler die Farbfassung des Kopfes aufbringen konnte.
Auftraggeber: Great Stupa of Universal Compassion, Australien, 2011
Seit dem Jahre 2009 ist der ́Jade-Buddha for Universal Peace ́ auf Weltreise und fast 5 Millionen Menschen sollen ihn schon gesehen haben. Dieses vier Tonnen wiegende und 2 Meter 70 große Bildwerk besticht durch seine ausgewogene Ästhetik und dem warmen Schein der grünen Polar-Jade. Gefertigt wurde der Buddha aus einem ursprünglich 18 Tonnen schweren Jade-Stein, der im Jahr 2000 südlich des Yukon Rivers in Kanada geborgen wurde. Der ́Great Stupa of Universal Compassion ́ aus Australien hatte beschlossen daraus nach dem Vorbild des in der buddhistischen Welt allseits anerkannten Buddha von Bodh Gaya aus Indien eine Skulptur zu schaffen und sie Buddhisten und Nicht-Buddihsten in aller Welt mit der Botschaft des Weltfriedens zu zeigen. Als der Transport-LKW des Buddhas auf der Autobahn von Berlin nach Leipzig Anfang Juli 2011 verunglückte, drohte die Weltreise des ́Jade Buddha for Universal Peace ́ ein jähes Ende zu nehmen. Die ungesicherte Skulptur stürzte mit dem Container auf die Seite und beim Aufrichten wieder zurück. Schwere Beschädigungen waren die Folge. In aller Eile riefen die Gothaer Versicherung und das Kunstsachverständigenbüro Art Scout, des leider viel zu früh verstorbenen Dr. Bernd Noack, ein Team aus Restauratoren und Naturwissenschaftlern zusammen. Nach drei zur Verfügung stehenden Wochen konnte der Buddha wieder auf die Reise gehen: Heidrun Stuck und Wanja Wedekind untersuchten die Skulptur mit der Ultraschallmethode nach Köhler auf verborgene Risse, absplitterte Elemente konnten mit Spezialklebstoffen wieder an Ort und Stelle eingesetzt werden, fehlende Teile wurden von Ole Meinecke rekonstruiert bevor Ute Seiler die Farbfassung des Kopfes aufbringen konnte.
Kunst am Bau | Bergung
Bergung Keramikrelief | Planung und Ausführung
Bergung Keramikrelief.
Künstlerin: Susanne Rieé, 1975.
Schwimmbad Cité Foch Berlin.
Auftraggeber: Bundesimmobilienanstalt (BIMA), 2016.
Das 57 Meter lange und 80 cm hohe Keramikrelief der Künstlerin Susanne Rieé stellt lebendig und farbenfroh stilisierte Unterwasserwelten dar. Es wurde 1975 für das Hallenbad der Cité Foch im französischen Quartier von Westberlin entworfen. Im Jahre 2018 war aus dem einst lichtdurchfluteten Bad eine Bauruine geworden, die neuen Gebäuden weichen sollte. Mehrere Initiativen setzten sich für die Rettung des Kunstwerkes ein und schließlich wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Zur Bergung wurden zahlreiche spezialisierte Fachbetriebe angefragt. Doch alle winkten ab – zu risikoreich erschien ihnen die Demontage einer Konstruktion in 3 Meter Höhe bei der die empfindlichen Kacheln in hartem Kalkzement verlegt worden sind. Alles an diesem Relief ist unregelmäßig, die Fugen verlaufen unregelmäßig und verzahnen die Elemente miteinander, die Oberflächen sind dreidimensional und der Untergrund bestand aus Beton. Wir hatten eine Idee, entwickelten ein Konzept und setzten es um: Von dem Relief wurde ein 3D-Scan angefertigt. Wir teilten das Relief in handhabbare Abschnitte auf. Für diese wurden aus Polyurethanschaum Negativformen gefräst und mit einer Klemmvorrichtung versehen um die Reliefsegmente aufzunehmen und anschließend sicher lagern zu können. Mit einer freistehenden Konstruktion auf einem Schlitten wurden die Segmente von vorne gesichert und von hinten mit einer Betonbandsäge von der Wand getrennt. Mit Hilfe des konstruierten Schlittens konnte wir die Segmente aus der verzahnten Geometrie fahren, abkippen und auf Paletten lagern – ein Gabelstapler besorgte den Rest. Mit einigem Stolz konnten wir zu gutem Schluss feststellen, dass nicht eine der Kacheln beschädigt worden war.
Künstlerin: Susanne Rieé, 1975.
Schwimmbad Cité Foch Berlin.
Auftraggeber: Bundesimmobilienanstalt (BIMA), 2016.
Das 57 Meter lange und 80 cm hohe Keramikrelief der Künstlerin Susanne Rieé stellt lebendig und farbenfroh stilisierte Unterwasserwelten dar. Es wurde 1975 für das Hallenbad der Cité Foch im französischen Quartier von Westberlin entworfen. Im Jahre 2018 war aus dem einst lichtdurchfluteten Bad eine Bauruine geworden, die neuen Gebäuden weichen sollte. Mehrere Initiativen setzten sich für die Rettung des Kunstwerkes ein und schließlich wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Zur Bergung wurden zahlreiche spezialisierte Fachbetriebe angefragt. Doch alle winkten ab – zu risikoreich erschien ihnen die Demontage einer Konstruktion in 3 Meter Höhe bei der die empfindlichen Kacheln in hartem Kalkzement verlegt worden sind. Alles an diesem Relief ist unregelmäßig, die Fugen verlaufen unregelmäßig und verzahnen die Elemente miteinander, die Oberflächen sind dreidimensional und der Untergrund bestand aus Beton. Wir hatten eine Idee, entwickelten ein Konzept und setzten es um: Von dem Relief wurde ein 3D-Scan angefertigt. Wir teilten das Relief in handhabbare Abschnitte auf. Für diese wurden aus Polyurethanschaum Negativformen gefräst und mit einer Klemmvorrichtung versehen um die Reliefsegmente aufzunehmen und anschließend sicher lagern zu können. Mit einer freistehenden Konstruktion auf einem Schlitten wurden die Segmente von vorne gesichert und von hinten mit einer Betonbandsäge von der Wand getrennt. Mit Hilfe des konstruierten Schlittens konnte wir die Segmente aus der verzahnten Geometrie fahren, abkippen und auf Paletten lagern – ein Gabelstapler besorgte den Rest. Mit einigem Stolz konnten wir zu gutem Schluss feststellen, dass nicht eine der Kacheln beschädigt worden war.
Kunst bei der Restaurierung
Almut Müller – Malerin und Restauratorin
Almut Müller ist bildende Künstlerin und Meister- schülerin der HdK-Berlin. Über Jahrzehnte hat sie hervorragende restauratorische Arbeit bei der Konservierung von Skulpturen geleistet. Bei der kleinteiligen Reinigungsarbeit, die Geduld, Disziplin und Ausdauer erfordert, entstanden u.a. diese Ideen für neue Bilder.
Als Restauratorin kommt Almut auch den unnahbarsten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte mitunter besonders nahe. Ein in ihren Werken immer wieder kehrendes Motiv ist das Teufelchen. Hier begleitet es den Alten Fritz auf seinem Ritt auf der Berliner Prachtstraße, so kann er die Welt aus der Perspektive des Königs betrachten.
Vom preußischen König bis hin zur gemeinen Tierpflege – das ist die Bandbreite unserer Objekte. Das Selbstbildnis von Almut bei der Reinigung des Elches aus dem Tier-Ensemble am Floraplatz im Berliner Tiergarten, zeigt dass Konservierung von Bronze immer noch zu großen Teilen Handarbeit ist.
Ein besonderes Verhältnis hat Almut zur der Skulptur des Hunnen auf dem Pferde von Erich Hösl entwickelt. Diese besonders ausdrucksstarke Skulptur regte ihre Fantasie zu einer Reihe von Zeichnung an. Hier sieht man die Seitenansicht des Kopfes mit dem hervorstehenden Zöpfchen.
Kontakt und mehr von Almut Müller finden Sie unter: http://almutmueller.net/
Als Restauratorin kommt Almut auch den unnahbarsten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte mitunter besonders nahe. Ein in ihren Werken immer wieder kehrendes Motiv ist das Teufelchen. Hier begleitet es den Alten Fritz auf seinem Ritt auf der Berliner Prachtstraße, so kann er die Welt aus der Perspektive des Königs betrachten.
Vom preußischen König bis hin zur gemeinen Tierpflege – das ist die Bandbreite unserer Objekte. Das Selbstbildnis von Almut bei der Reinigung des Elches aus dem Tier-Ensemble am Floraplatz im Berliner Tiergarten, zeigt dass Konservierung von Bronze immer noch zu großen Teilen Handarbeit ist.
Ein besonderes Verhältnis hat Almut zur der Skulptur des Hunnen auf dem Pferde von Erich Hösl entwickelt. Diese besonders ausdrucksstarke Skulptur regte ihre Fantasie zu einer Reihe von Zeichnung an. Hier sieht man die Seitenansicht des Kopfes mit dem hervorstehenden Zöpfchen.
Kontakt und mehr von Almut Müller finden Sie unter: http://almutmueller.net/
Artwork Production
Artwork Production
Artwork-Production für Anselm Reyle.
Kunde: Anselm Reyle.
Ausführung 2008 – 2010.
Die Beratung über konservatorisch nachhaltige Produktion für den bildenden Künstler Anselm Reyle führte zu technischer Entwicklungsarbeit, Firmenbetreuung, Qualitätsmanagement und Produktionsleitung. Gegenstand war die Produktion von Objekten und Skulpturen mit makelloser Oberfläche durch sowie hochbrillante moderne Beschichtungssysteme, in einer Perfektion, die für das Skulpturenwerk Anselm Reyles typisch ist. Die Arbeiten haben mit eine Brillanz wie Chrom und sind lasiert in verschiedenen Farbtönen. Beispiele sind die Skulpturen, die für die Einzelausstelllung Anselm Reyles 2009 in der New Yorker Gagosian Gallery produziert worden sind. Hier wurden außentaugliche Beschichtungssysteme in höchster Qualität erprobt und getestet.
Kunde: Anselm Reyle.
Ausführung 2008 – 2010.
Die Beratung über konservatorisch nachhaltige Produktion für den bildenden Künstler Anselm Reyle führte zu technischer Entwicklungsarbeit, Firmenbetreuung, Qualitätsmanagement und Produktionsleitung. Gegenstand war die Produktion von Objekten und Skulpturen mit makelloser Oberfläche durch sowie hochbrillante moderne Beschichtungssysteme, in einer Perfektion, die für das Skulpturenwerk Anselm Reyles typisch ist. Die Arbeiten haben mit eine Brillanz wie Chrom und sind lasiert in verschiedenen Farbtönen. Beispiele sind die Skulpturen, die für die Einzelausstelllung Anselm Reyles 2009 in der New Yorker Gagosian Gallery produziert worden sind. Hier wurden außentaugliche Beschichtungssysteme in höchster Qualität erprobt und getestet.
Über mich
Ich bin in Osterode am Harz geboren. Meine Leidenschaft ist die Bewahrung von Kunst und Architektur. Im Jahr 2023 bin ich zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständiger im Metallbauhandwerk – Fachrichtung Konstruktionstechnik mit Schwerpunkt auf historische Metallkonstruktionen und Denkmalpflege bestellt worden. Nach mehr als 25 Jahren Berufserfahrung als Diplom-Restaurator (FH) und Gutachter liegen meine Schwerpunkte heute auf der Erstellung von Sachverständigengutachten und Restaurierungsplanungen. Durch meine große Neugier und Wissensdurst haben sich so unterschiedliche Spezialisierungen wie die Konservierung von Skulpturen, von Arbeiten der bildenden Kunst, von baugebundenen historischen Metallobjekten und Architektur entwickelt. Seit 2024 unterrichte ich an der Europäischen Akademie des Handwerks über die Konservierung und Restaurierung von Bildwerken aus Metall.
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